Petite nature

Samuel Theis, Frankreich
95 Minuten
Der 10-jährige Blondschopf Johnny ragt heraus: Er scheint weder zu seiner taffen, aber zuweilen völlig überforderten Mutter Sonia noch in die Sozialsiedlung im Nordosten Frankreichs zu passen. Mit neugierigem Blick geht der sensible Junge durch die Welt und interessiert sich für Dinge weit über seinem Altershorizont.

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4.
Entre les vagues
Anaïs Volpé
Frankreich
100′
Träumen, fallen, neu anfangen. Margot und Alma sind zwei beste Freundinnen, die sich an der Energie ihrer Jugend und ihrem brennenden Wunsch, die Welt zu erobern, festhalten, bis ihnen das Leben in die Quere kommt. Aber ihre enge Freundschaft kann sie durch alles hindurchbringen; sie sind unzertrennlich, unaufhaltsam.
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6.
Bootlegger
Caroline Monnet
Kanada
80′
Nord-Quebec zu Beginn des Winters. Die Jurastudentin Mani kehrt in das abgelegene indigene Reservat zurück, wo sie aufgewachsen ist, und stellt fest, dass viele überholte, paternalistische Gesetze noch immer in Kraft sind. Fest entschlossen, sich wieder in die Gemeinschaft einzugliedern, beteiligt sie sich an der Debatte über ein Referendum, das den freien Verkauf von Alkohol im Reservat erlauben soll.
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7.
Stalker (1979)
Andrei Tarkowski
Russland
155′
Eine in Zeit und Ort nicht näher beschriebene Stadt, die am Rande eines als Zone bezeichneten Gebietes liegt. In dieser Zone geschehen seltsame Dinge, es gibt rätselhafte Erscheinungen, deren Ursache zum Zeitpunkt der Handlung schon Jahre zurückliegt und nur vermutet werden kann. War es eine Atomkatastrophe oder ein Meteoriteneinschlag - man weiss es nicht. Das Gebiet wurde evakuiert, abgesperrt und steht unter schwerer Bewachung. Im Vorspann des Films heisst es: «... was es war? Der Fall eines Meteoriten? Der Besuch von Bewohnern des menschlichen Kosmos? Wie auch immer, in unserem kleinen Land entstand das Wunder aller Wunder - die ZONE. Wir schickten sofort Truppen hin. Sie kamen nicht zurück. Da umzingelten wir die ZONE mit Polizeikordons... und haben wahrscheinlich recht daran getan... im übrigen - ich weiss nicht, ich weiss nicht... Aus einem Interview des Nobelpreisträgers Professor Wallace mit einem Korrespondenten der RAI.» Der Stalker (Kundschafter) verdient sich seinen Lebensunterhalt damit, Leute illegal durch den Sperrgürtel zu bringen und sie innerhalb der Zone zu führen. Seine Tochter ist krank, der Beruf des Vaters und das Leben nahe der Zone haben am Mädchen Spuren hinterlassen. Der Stalker hat Gespür, ja Ehrfurcht für diesen sich ständig verändernden Ort entwickelt, fühlt die Gefahren im Voraus und hat seine Methoden, den tödlichen Fallen, die die Zone stellt, auszuweichen. Zwei seiner Kunden, der Professor und der Schriftsteller, wollen aus unterschiedlichen Motiven an einen Ort gebracht werden, der sich in der Zone befindet und der als "Raum der Wünsche" bezeichnet wird. An dieser Stelle gehen, glaubt man der Legende, die geheimsten, innigsten Wünsche in Erfüllung. Während der Schriftsteller sich die ihm seit einiger Zeit fehlende Eingebung zurück wünscht, hat der Professor völlig andere Absichten: Er will diesen Raum zerstören, weil er dessen Missbrauch befürchtet. Aber auch der Stalker selbst hat seine Gründe, an diesen Ort zu gehen. Er will den Menschen zur Hoffnung auf ein glückliches Leben verhelfen.
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9.
Rashomon (1951)
Akira Kurosawa
Japan
88′
Das legendäre Meisterwerk in neuer Kopie und neuer Übersetzung! Zwei Erzählungen des Dichters Akutagawa Ryunosuke waren der Ausgangspunkt für RASHOMON, einen der besten Filme der gesamten Filmgeschichte. Die eine liefert die Rahmenhandlung unter dem titelgebenden Rashomon, dem Südtor des alten Kyoto, die andere das Mark von Kurosawas Filmhandlung. Sie berichtet von einem Todschlag auf der Wegstrecke von Sekiyama nach Yamashina, dem darauffolgenden Prozess gegen den Banditen Tajomaru (Toshiro Mifune) und der versuchten Verarbeitung des Geschehens durch einen Priester, einen zufälligen, Fragen stellenden Passanten und jenen Holzfäller, der den Tathergang mitverfolgt haben will. Die drei stellen fest, dass vor Gericht vier Aussagen gemacht wurden und dass sich diese in ganz wesentlichen Punkten voneinander unterscheiden, ja widersprechen. Wo also liegt die Wahrheit, sind doch alle Versionen in sich stimmig und glaubwürdig. Gibt es überhaupt so etwas wie eine «objektive», von allen teilbare Empfindung von Hergängen oder erleben wir alle ein Geschehen so, wie es uns unter den jeweiligen Umständen gerade am besten passt? Akira Kurosawa präsentiert dem Publikum, das er in die Rolle der Geschworenen versetzt, die einzelnen Schilderungen des Tathergangs, und zwar in Rückblenden, die die Vergangenheit eben in der Gegenwart der Erzählung aufleben lassen. Jeder Tathergang wird damit zur möglichen Wahrheit. In jedem Ablauf verhalten sich die Figuren anders, zum Teil grundlegend anders. Gleichbleibend sind der Ort des Geschehens, eine kleine, lichte Stelle im Wald, und die drei Personen: ein stolzer Samurai, seine göttlich schöne Frau und der Bandit. Klar ist auch, dass der Samurai am Ende tot ist. Bleibt die Frage, wie es dazu kommen konnte. Walter Ruggle
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10.
Die Ewigkeit und ein Tag (1998)
Theo Angelopoulos
Griechenland
133′
Zum ersten Mal seit «Die Tage von 36» (1973) scheint in einem Spielfilm des Griechen Theo Angelopoulos wieder die Sonne. Sie erinnert in «Die Ewigkeit und ein Tag» umso intensiver an die Zeit des Glücks, die Jahre zurückliegt. Alexander nimmt Abschied. Der von Bruno Ganz über verschiedene Zeiten hinweg so gegenwärtig verkörperte Poet aus Saloniki hat noch einen Tag in dieser Welt vor sich. Und die Ewigkeit - wo auch immer. Angesichts des Todes wird dem Schriftsteller das Unvollendete an der menschlichen Existenz so richtig bewusst. Und die Flüchtigkeit der Zeit. «Alles ist so schnell gegangen», stellt Alexander fest. Sie «hätte diesen Moment anhalten sollen wie man einen Schmetterling im Fliegen anhalten möchte», liest er in einem Brief seiner vor drei Jahren verstorbenen Frau. Jetzt besucht er noch einmal die Tochter, die Mutter und die Haushälterin. Jetzt nimmt er Abschied von Orten voller Erinnerungen und vom Gefühl, die Liebe im Leben verpasst zu haben beim Versuch, dem Leben in der Poesie näher zu kommen. Walter Ruggle
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12.
More than Honey
Markus Imhoof
Schweiz
95′
Mehr als ein Drittel unserer Nahrungsmittel ist abhängig von der Bestäubung durch Bienen. Der Physiker Albert Einstein soll gesagt haben: «Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus.» Markus Imhoof (Das Boot ist voll) war früh mit der einzigartigen Welt der emsigen Insekten vertraut und ist auch heute noch gewissermassen familiär mit ihnen verbunden. War das Bienenhaus seines Grossvaters für ihn als Kind ein magischer Ort, so sind es seine Tochter und der Schwiegersohn, die in Australien ein Forschungsprojekt mit Bienen leiten. Imhoof reiste für seinen Film um die Welt. Er besucht Imker in den Schweizer Bergen, spricht mit Wissenschaftlern, erzählt von der phänomenalen Intelligenz der Bienen und ihrem sozialen Zusammenleben. Dank modernster Kameratechnik sehen wir beeindruckende und einzigartige Bilder von Bienen, das Leben im Inneren eines Bienenstocks oder die Begattung einer Königin in vollem Flug. Bester Dokumentarfilm beim Schweizer Filmpreis 2013.
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Birds of Passage - Das grüne Gold der Wayuu

Ciro Guerra und Cristina Gallego, Kolumbien
125 Minuten
Mit dem Spielfilm «Birds of Passage - Das grüne Gold der Wayuu» blendet der Kolumbianer Ciro Guerra zurück in die 1970er Jahre und eine Wayúu-Familie, die es in den Drogenhandel verschlägt. Atemberaubend erzählt, packend inszeniert, exzellent gespielt und grandios gefilmt.
Seit 3 Wochen
Bootlegger
Caroline Monnet
Kanada
80′
Nord-Quebec zu Beginn des Winters. Die Jurastudentin Mani kehrt in das abgelegene indigene Reservat zurück, wo sie aufgewachsen ist, und stellt fest, dass viele überholte, paternalistische Gesetze noch immer in Kraft sind. Fest entschlossen, sich wieder in die Gemeinschaft einzugliedern, beteiligt sie sich an der Debatte über ein Referendum, das den freien Verkauf von Alkohol im Reservat erlauben soll.
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Seit 3 Wochen
Entre les vagues
Anaïs Volpé
Frankreich
100′
Träumen, fallen, neu anfangen. Margot und Alma sind zwei beste Freundinnen, die sich an der Energie ihrer Jugend und ihrem brennenden Wunsch, die Welt zu erobern, festhalten, bis ihnen das Leben in die Quere kommt. Aber ihre enge Freundschaft kann sie durch alles hindurchbringen; sie sind unzertrennlich, unaufhaltsam.
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Seit 3 Wochen
Oranges sanguines
Jean-Christophe Meurisse
Frankreich
105′
Zur gleichen Zeit versucht in Frankreich ein überschuldetes Rentnerpaar, einen Tanzwettbewerb zu gewinnen, ein Wirtschaftsminister wird der Steuerhinterziehung verdächtigt, und ein junger Teenager trifft auf einen Perversen. Eine lange Nacht beginnt.
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Seit 3 Wochen
Une histoire d'amour et de désir
Leyla Bouzid
Frankreich
99′
Als sich Farah und Ahmed zum ersten Mal an der Sorbonne begegnen, knistert es sofort. Ein Literaturkurs über erotische arabische Poesie bringt die eben erst in Paris eingetroffene Tunesierin und den algerisch-französischen Secondo näher. Doch schon in der ersten gemeinsamen Nacht zeigt sich, dass Farahs Freisinn und Experimentierfreudigkeit an Ahmeds konservativer Vorstellung von körperlicher Reinheit abprallt. Von der Situation überfordert, versucht Ahmed, sein Verlangen zu unterdrücken.
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Seit 3 Wochen
Le monde après nous
Louda Ben Salah-Cazanas
Frankreich
85′
Labidis Pariser Wohnung ist so klein, dass nur ein Bett hineinpasst. Der junge Schriftsteller, der bislang erst eine Kurzgeschichte veröffentlicht hat, und sein Mitbewohner Alekseï schlafen in Schichten mal darin, mal auf einer Isomatte davor. In Lyon, wo Labidis aus Tunesien stammende Mutter mit dem Vater ein Café betreibt, lernt er die sommersprossige Schauspielschülerin Elisa kennen und will sofort alles: die grosse Liebe, die grosse Hingabe, das grosse Zusammenziehen. Aber Labidis Kontostand ist das absolute Gegenteil von gross. Und mit seinem Erstlingsroman, auf den ein Verlag wartet, kommt er vor lauter Liebe und Nebenjobs auch nicht weiter. Mit ungekünsteltem Charme und sicherer Handschrift verhandelt Regisseur Louda Ben Salah-Cazanas in seinem Langfilmdebüt klassische Nouvelle-Vague-Themen. Dabei gelingt ihm die hinreissende Darstellung einer modernen Generation mit und ohne Migrationshintergrund, die zwischen Geld verdienen und künstlerischer Selbstverwirklichung, zwischen Nähe und Distanz, zwischen Unbefangenheit und Verzweiflung durch ihren Alltag mäandert und dabei – naturellement – eine Zigarette nach der anderen raucht.
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Seit 3 Wochen
Nous
Alice Diop
Frankreich
114′
1989 fuhr der Schriftsteller François Maspero von Norden nach Süden die 50 km lange Strecke der Pariser Vorortbahn RER B, die durch Satellitenstädte, Industriegebiete und Wälder führt und gleichzeitig einen wunderbaren Blick auf die französische Gesellschaft bietet. An Bord eines Zuges derselben Linie betrachtet Alice Diop erneut dieses aus Antagonismen und Widersprüchen bestehende multikulturelle Territorium, um ihm eine Stimme zu geben und seine Komplexität wiederherzustellen. Mit jedem neuen Film lässt Alice Diop mit beispielhafter Kohärenz ein engagiertes, essentielles Werk entstehen, um ihrem aus einer neuen Perspektive betrachteten Heimat-Département Seine-Saint-Denis eine filmische Existenz zu schenken. Aus ihrem Gefühl der Zugehörigkeit zu diesem Territorium und der obsessiven, von Dringlichkeit geprägten Art und Weise, mit der sie die BewohnerInnen durch Bilder existent macht, entsteht eine persönlichere Dimension. Einige Amateur-Archivbilder – Spuren der Vergangenheit ihrer Eltern, flüchtige Aufnahmen von einer Mutter, einer Putzfrau am Bildrand – bilden das Fundament dieses intimen Raums.
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Seit 5 Wochen
Jonas qui aura 25 ans dans l'an 2000 (1976)
Alain Tanner
Schweiz
116′
Acht junge Menschen, geprägt von den Ereignissen der 68-Bewegung und zugleich enttäuscht von deren Ergebnissen, schliessen sich zusammen. Max, ein unzufriedener Redakteur, Myriam, eine Rothaarige, die auf tantrischen Sex steht, und Marie, eine Supermarktkassierin, die älteren Menschen unerlaubte Rabatte gibt, suchen auf einem Gemeinschaftsbauernhof nach einem neuen Sinn. Und setzen alles auf den kleinen Jonas, der in ein besseres Jahrtausend hineinwachsen soll. Ein Film über Hoffnungen und die Suche nach einer konkreten Utopie – lustig, bewegend und ermutigend. Kaum ein Schweizer Film hat seine Zeit so geprägt und mit geschrieben, wie «Jonas». Es war eine Zeit kollektiver Träume, Mitte der 1970er Jahre, es war eine ausgesprochen cinéphile Zeit. «Ist die Zeit eine Blutwurst?», fragt Jacques Denis als Geschichtslehrer seine Klasse im Film. Denis stand 1975, eine meterlange Blutwurst hochhaltend, vor der Landkarte «Le monde arabe» im Schulzimmer und wollte von den Schülerinnen und Schülern wissen: «Worin bestehen die Windungen der Zeit?» Die Idee des Fortschritts sei es gewesen, «dass die Eroberer nicht nur Sieger, sondern ausgewählte höhere Wesen waren, die "die Flaschen der niedrigen Kulturen" geöffnet hätten, aus ihnen ihren Durst stillten und die Flaschen dann an der nächsten Wand zerschmetterten». Schaut man sich im Heute um, so staunt man einmal mehr über das Visionäre im Kino von damals und darüber, wo das Leben und die Geschichte uns hingebracht haben. Alain Tanner blickt hinein in den Alltag von ein paar Menschen, die Träume haben und sie zum Teil auch umsetzen wollen, und dies vor den Toren von Genf, mitten unter uns.
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More than Honey
Markus Imhoof
Schweiz
95′
Mehr als ein Drittel unserer Nahrungsmittel ist abhängig von der Bestäubung durch Bienen. Der Physiker Albert Einstein soll gesagt haben: «Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus.» Markus Imhoof (Das Boot ist voll) war früh mit der einzigartigen Welt der emsigen Insekten vertraut und ist auch heute noch gewissermassen familiär mit ihnen verbunden. War das Bienenhaus seines Grossvaters für ihn als Kind ein magischer Ort, so sind es seine Tochter und der Schwiegersohn, die in Australien ein Forschungsprojekt mit Bienen leiten. Imhoof reiste für seinen Film um die Welt. Er besucht Imker in den Schweizer Bergen, spricht mit Wissenschaftlern, erzählt von der phänomenalen Intelligenz der Bienen und ihrem sozialen Zusammenleben. Dank modernster Kameratechnik sehen wir beeindruckende und einzigartige Bilder von Bienen, das Leben im Inneren eines Bienenstocks oder die Begattung einer Königin in vollem Flug. Bester Dokumentarfilm beim Schweizer Filmpreis 2013.
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Mahatah - Side Stories from Main Stations
Sandra Gysi und Ahmed Abdel Mohsen
Schweiz
79′
Hauptbahnhof Zürich, für einmal in faszinierender Innenansicht. Anfang und Ende, Abschied und Wiedersehen: Für die einen ist er Heimat, für die anderen der Beginn eines Abenteuers. An den Bahnhöfen dieser Welt machen sich Menschen auf die Reise, andere kehren zurück. Oder sie warten. Auf den nächsten Anschluss, vielleicht auf bessere Zeiten. So in Kairo und auch in Zürich. Bahnhöfe sind Inseln, losgelöst zwischen Welten und Zeiten, kosmopolitische Treff- und Knotenpunkte. Einen intimen Blick in und hinter die Kulissen der beiden Hauptbahnhöfe werfen Sandra Gysi und Ahmed Abdel Mohsen. Sie tauchen ein in dieses Universum, in dem fast unbemerkt Menschen Treppen schrubben, Zugkompositionen erstellen, für Sicherheit sorgen und Tickets verkaufen oder Kebab. Sie nehmen uns mit zu Impressionen und Begegnungen, die sich im Alltag verflüchtigen, finden in «Mahatah», dem arabischen Wort für Bahnhof, ihren Raum. Der Film verdichtet sich zu einem kollektiven Rhythmus des Alltags, es eröffnen sich Geschichten zwischen zwei Ländern, deren gemeinsame Poesie eine universell menschliche Kraft entfalten. Bis zum nächsten Abschied oder Wiedersehen, bis der nächste Zug einfährt oder den Bahnhof verlässt, ist die Welt vereint in «Mahatah». Das ist, nicht nur aber besonders, für Zugreisende eine Entdeckung.
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Do it (2000)
Sabine Gisiger
Schweiz
97′
Sechzehn Jahre alt ist der Zürcher Daniele von Arb, als er 1970 mit zwei Freunden eine revolutionäre Zelle gründet und in den bewaffneten Untergrund zieht – die Gruppe taucht ein paar Jahre später in den Akten der CIA unter dem Codenamen «Annebäbi» auf. Daniele
 und seine Genossen versuchten, mit spektakulären Aktionen für ihre Anliegen zu kämpfen. So räumten sie Schweizer Armeedepots aus und belieferten die italienischen Brigate Rosse und die deutsche RAF mit Sprengstoff. Erst 1975 flog die Gruppe auf. Zwanzig Jahre später ist Daniele von Arb nach mehrjähriger Haftstrafe ein erwachsener Mann, der als Wahrsager und Zukunftsforscher arbeitet. Mit einer guten Mischung aus Ironie und Ernsthaftigkeit rollen Sabine Gisiger («Yalom's Cure») und Marcel Zwingli den Fall auf und werfen einen kritischen Blick auf linken Extremismus, ohne dessen Anliegen abzuwerten. Mit exklusivem Archivmaterial und Zeitzeugeninterviews bietet «Do It» eine humorvolle und spannende Rückschau auf ein Stück Zürcher Geschichte.
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Die Jäger - Oi kynigoi (1977)
Theo Angelopoulos
Griechenland
149′
Am Silvestertag des Jahres 1976 findet eine Gruppe von Jägern in der Nähe des Joanninasees in Mittelgriechenland die Leiche eines Partisanen aus dem Bürgerkrieg der späten 1940er Jahre im Schnee. Das Blut, das aus dem Körper rinnt, ist frisch. Die Jägergruppe, alles Repräsentanten des Bürgertums, der Politik und Wirtschaft sowie ein abtrünniger Kommunist, bringen die Leiche in ihr Hotel, wo sie die Untersuchung und den Jahreswechsel erwarten. Sie erleben eine Silvesternacht, in der Geister und Ängste ihrer Vergangenheit sie beschäftigen. Da der Körper immer noch blutet, beginnt eine Reise hinein in die Geschichte der einzelnen Figuren und die Geschichte des Landes. Vergangenheit ist nie vorbei, sie lebt in der Gegenwart. Die Frage ist höchstens, wie die Gegenwart mit ihr umgeht. Die beeindruckende Parabel taucht in wenigen Kameraeinstellungen ein in die griechische Geschichte und die Mechanismen von Macht und Verantwortungslosigkeit. Die restaurierte Fassung des in der Zeit nach der griechischen Militärdiktatur in Cannes uraufgeführten Filme basiert auch dem Director's Cut von Theo Angelopoulos, der mit seinen Plansequenzen Filmgeschichte geschrieben hat.
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Way Beyond
Pauline Julier
Schweiz
61′
Der «Future Circular Collider» ist die Maschine der Zukunft. Mit seiner Hilfe werden wir endlich in der Lage sein, die Zeit bis zum Ursprung unseres Universums zurückzudrehen. Aber wie baut man das grösste wissenschaftliche Instrument aller Zeiten auf? Zwischen Metaphysik und unterirdischen Tunnels nimmt «Way Beyond» so das Publikum mit auf eine Reise in die Welt der kleinsten Teilchen unseres Universums.
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Naturales historiae
Pauline Julier
Schweiz
55′
*** Hinweis: Zu diesem Film gibt es keine deutschen Untertitel*** Der Film beginnt mit einem Vulkanausbruch, der die Regisseurin Pauline Julier in einer fremden Stadt unter Fremden stranden lässt. Diese Fremden beschwören abwechselnd Legenden über die Entstehung der Kontinente, das Aufblühen der tektonischen Platten oder die Explosion der Asche, die Sommer ohne Sonne verursachte.
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Ab 12. Februar 2023
Hebammen – Auf die Welt kommen
Leila Kühni
Schweiz
79′
Der Alltag von Hebammen bewegt sich an der Schwelle, wo neues Leben entsteht und manchmal Leben vergeht. Der Film zeigt, wie sie Paare während der Schwangerschaft und der Geburt begleiten. Sie lassen uns an der Gratwanderung teilhaben, die Paare zwischen einer sicheren und einer idealen Geburt suchen. Der Film gibt einen Einblick in ein Mysterium, das gleichzeitig als Wunder und als hochriskantes medizinisches Ereignis angesehen wird.
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